Gemeinsam Kunst erschaffen mit Künstlerin Katrin Paul
Unsere Schule nimmt zum ersten Mal am 1822-Schulkunst-Projekt der Stiftung der Frankfurter Sparkasse teil. Bei diesem Projekt geben Bildende Künstler und Künstlerinnen den Schülerinnen und Schülern Einblick in ihr künstlerisches Schaffen und die Jugendlichen haben selber die Möglichkeit, sich künstlerisch zu verwirklichen und die eigene Kreativität zu entdecken. An unserer IGS ist dieses Schuljahr die Künstlerin Katrin Paul aus Frankfurt zu Gast. In einer Intensiv-Projektwoche haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7d sich mit ihr auf Spurensuche begeben.
Durch das Suchen und Fotografieren von Spuren und das Erzeugen von Spuren kann Aufmerksamkeit auf alltägliche Dinge und eigenes Handeln gelenkt und die in ihnen liegende Schönheit und Ästhetik thematisiert werden. Jeder Tag des Projektes startete mit Zeichnen, mal allein, mal Blätter tauschend, mal an einem großen Gesamtwerk, mal mit geschlossenen Augen – eine Möglichkeit, gemeinsam in den kreativen Tag zu starten und anzukommen. Am Montag ging es darum einige der vielen oft nicht wahrgenommenen Spuren auf dem Schulgelände zu finden und in einem Foto festzuhalten. Mit dem Smartphone machten sich die Schüler und Schülerinnen auf Motivsuche.
Am Dienstag dagegen konnten sie selbst Spuren erzeugen, indem Strukturen mit Graphit, Kreide oder Pigment auf Papier durchgerieben wurden – es entstanden meterlange Frottagen mit Abrieben von Pflaster, Gittern, Kanaldeckeln und vielem mehr – das gesamte Gelände wurde bespielt Jede Bewegung, die wir ausführen, kann zur Spur werden. Diese Spuren bewusst wahrnehmen, erfassen und sichtbar machen war das Thema am Mittwoch. Im eigenen Tempo Fußspuren auf der Papierrolle hinterlassen, einen Ball aufdotzen, ein Seil auf das Papier schlagen, mit dem Skateboard über das Papier rollen - alles war den Jugendlichen erlaubt, nur Stillstand nicht – ein sehr bewegter, aktiver Tag.
Das Highlight der Woche war das Erzeugen von Ruß- und Feuerspuren. Zuerst waren einige der Jugendlichen im Umgang mit dem Feuer vorsichtig und durchaus auch ängstlich, wenn auf einmal die Streichholzköpfe Feuer fingen. Aber schon bald waren sie Feuer und Flamme und alle versuchten mit den brennenden Streichholzköpfen ihre Ruß-Motive aufs Papier zu bringen.
Zu guter Letzt hat die Klasse am Freitag ihre entstandenen Kunstwerke gesichtet, eine Auswahl getroffen und diese für eine Ausstellung zusammengestellt. Die Kunstwerke an den hohen und noch recht staubigen Betonwänden des Neubaus anzubringen, war nicht so einfach, doch da alle mitgeholfen haben, gibt es jetzt in den Fluren des Kunstfachbereichs eine sehenswerte Ausstellung zu bewundern.